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Schlechtwetter-Mantel für Eilboten

Beitragvon erasmo am 14.11.2008, 15:19

Kennt einer von Euch diesen Klepperartigen-Mantel mit Postknöpfen. Wenn man die Bilder vom Einsatz der Postbellas, erkenne ich ihn wieder oder liege ich falsch.
Ich habe ihn vor ein paar Jahren von einem Bella-Freund bekommen, dessen Bekannter diesen Mantel noch hatte.
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Ciao
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Beitragvon postjungbote am 14.11.2008, 17:16

Hallo erasmo.
Das sieht mir nach einem Regenmantel aus. Die Fotos zeigen mir als Oberfläche grauen Kunststoff, oder sehe ich das falsch? Der typische Eilbotenmantel ist aus schwarzem Leder und er hat 2 Knopfleisten. Auch fehlt bei ihm die Möglichkeit, die Ärmel zu verschließen. Ein Kollege von mir hat früher einen schwarzen, ledernen Eilbotenmantel besessen.
Gruß Postjungbote
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Beitragvon Heiko am 14.11.2008, 20:55

Stimmt Postjungbote,
mein Vater hat so einen zuhause angezogen. Ich kann mich daran als "Steppke" noch erinnern. Es war ein Überbleibsel, als er vor seiner Schaltertätigkeit im Zustelldienst tätigg war.
Gruß
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Beitragvon erasmo am 15.11.2008, 15:40

Schlechttwettermantel trifft es auf dem Kopf! Der Mantel ist aus schwerer Baumwolle hergestellt, die gummiert wurde ("spezialbeschichtet"). Für den Winter Winter gab es bei Klepper auch ein "Teddy-Wollfutter". Neben Klepper haben auch andere Hersteller solche Motorrad- und Rollerbekleidung angeboten.

Ich habe alle meine Postbella-Bilder nochmal ganau durchgesehen.

In der Mehrzahl hatte der Eilbote seine blaue Stoffuniform an (!) dazu die Dienstmütze. Dazu paßt natürlich perfekt der Schlechtwettermantel.

Sonst ist es die schwarze Lederjacke, teilweise - vor allem im Winter - kombiniert mit Lederhose und Stiefeln. Der gelbe Post-Römer-Helm taucht erst bei den Bildern so ab 1957/58 auf.

Ciao
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Zuletzt geändert von erasmo am 16.11.2008, 10:31, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon postjungbote am 15.11.2008, 20:55

In der Mehrzahl hatte der Eilbote seine blaue Dienstjoppe an. Die gehörte zur Dienstkleidung, ebenso wie Hose, Mantel, Umhang, Überziehjacke, Diensthemd, Binder und Mütze. Die auf dem Kragen angebrachten rautenförmigen Laufbahnkennzeichen hatten auf blauem (Kraftfahrdienst: schwarzem) Grund das Postsignum und unterschieden sich je nach Laufbahngruppe durch die Art der Umrandung. Das Kraftfahrpersonal trug zusätzlich noch das Kraftfahrerärmelabzeichen am linken Oberarm. Auf der Dienstmütze befand sich die Bundeskokarde und das Postsignum.
Die Dienstkleidung wurde von der Postkleiderkasse ihren Mitgliedern gestellt, die zwei Drittel der Kosten übernahm.

Als Schutzkleidung galten Kleidungsstücke, die zusätzlich oder an Stelle der sonstigen Kleidung zum Schutz gegen Unfälle, Witterung, gesundheitliche Gefahren oder gegen ungewöhnlich starke Verschmutzung oder Abnutzung im Dienst getragen werden mußten. Sie wurde auf Kosten der Verwaltung beschafft und blieb Eigentum der DBP. Zur Schutzkleidung zählten u.a.: Gummimäntel, Regenschutzumhänge, Lederjacken, Lederhosen, Ledermäntel und Schutzbrillen.

Quellen:
Handwörterbuch des Postwesens, Frankfurt/M 1953
"250 Jahre Postdienstkleidung" in Archiv für das Post- und Fernmeldewesen, Heft 3/1953.

Gruß Postjungbote
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Beitragvon Buschmann Konrad am 16.11.2008, 12:39

Zu der "frühen" Bundespostuniform mit den rautenförmigen Kragenspiegeln mit Posthorn wurde im Kraftfahrdienst der ovale Aufnäher mit Landkraftpostfahrzeug mit und ohne Schriftzug "Bundespost " getragen.
Nach Wegfall der Kragenspiegel gab es am linken Oberarm das Posthorn
mit unterschiedlichen Umrandungen , je nach Laufbahn.Am linken Unterarm wurde der quadratische Aufnäher mit dem Lenkrad (Fahrdienst) oder der rechteckige Aufnäher mit dem Blitz (Fernmeldedienst) getragen .
Bei Ledermänteln oder auch beim abgebildeten Schlechtwettermantel waren keine Kragenspiegel oder sonstigen Aufnäher angebracht
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