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Zweitaktzapfsäule - Ab jetzt nur noch selbst Gezapftes!

Beitragvon firlefranz am 10.10.2010, 20:13

Hallo zusammen,

es gibt mal wieder etwas Neues aus meiner kleinen Sammlung zu berichten. Ich erwarb vor einem Dreivierteljahr eine alte Zweitaktzapfsäule. Sie gab es für kleines Geld (70Euro) über ein Forum, war dafür aber in akzeptablem Zustand. Immerhin funktionierte die Pumpe noch und der Glaszylinder war intakt.

Mein Schwager holte sie für mich ab und packte sie mir "unter" den Weihnachtsbaum.

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Wie man sieht, war sie ohne jegliche firmenspezifische Lackierung.

Als ich sie dann daheim hatte, fiel mir auf, dass jemand dem Fass vor langer Zeit eine neue Außenhaut verpasst hatte. Ich vermute, da war jemand einfach zu faul zum Lackieren. Nachdem ich das Blech abgebaut und mir 3x die Finger geklemmt hatte, kam eine blaue Säule mit einer mir unbekannten Firmenlogo zum Vorschein.

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BV sagte mir gar nichts, jedoch lagen oben noch zwei Aufkleber, die die Säule in Richtung Aral einordneten. Nach einigen Recherchen im Internet stellte ich fest, dass die Säule aus dem Jahr 1952 stammt, als Aral noch Benzolverband hieß.

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Eigentlich hatte ich das Ding mit dem Vorhaben gekauft, sie gelb zu lackieren und mit Posthörnern zu versehen. Auch bei der Post gab es eigene Säulen in deren Farbe. Nun packte mich aber die Lust, das Teil original wieder aufzubauen.

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Der erste Schritt führte mich zu M (hier aus dem Forum), da die Räder und die höhenverstellbaren Füße total im Eimer waren. Die Übergabe erfolgte standesgemäß auf der Kasseler Technorama bei Schnee und Eis.

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Die Originalräder waren von Continental, werden so aber schon lange nicht mehr hergestellt. Somit haben wir uns mit Baumarktware weiter geholfen. M hat die Achsen entsprechend angepasst.

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Die Drehfüße wurden komplett neu gebaut. Hierfür wurden Drehteile angefertigt, die sich wirklich fantastisch an der Säule machen.

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Das Ergebnis konnte sich sehen lassen:

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Nun ging es ans Lackieren. Leider war die Basis hierfür nicht besonders gut, sodass umfangreiche Spachtelarbeiten notwendig waren. Das Schleifen der Säule hat drei Tage in Anspruch genommen.

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Um den richtigen Farbton für die Lackierung zu ermitteln nahm ich über einen Bekannten Kontakt zu einem Aral-Museum auf, die mir kompetent weiter helfen konnten und zugleich gestehen mussten, dass ihnen mein Modell wohl noch im Museum fehlt Bild

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Die dreifarbige Lackierung hat einiges an Zeit in Anspruch genommen, aber das Endergebnis kann sich sehen lassen.

Nachdem dann noch die Pumpe und der Glaszylinder gereinigt und Poliert waren, konnte alles wieder zusammen gesetzt werden.

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Die Säule hat eine aufregende Geschichte hinter sich. Der erste Eichstempel ist von 1952, der Letzte als Aufkleber von 1987. Ich bin wirklich stolz, dass sie nunmehr in altem Glanz erstrahlt und zu meiner Sammlung gehört.

Vielen Dank an M für die tollen Reparaturarbeiten!

Gruß
Cornelius
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